Perlenschimmer
Wir kennen ihn genau, diesen ganz besonderen Glanz, changierend schimmernd von matt zu glänzend, wie das Leben selbst. Weiß, aber eigentlich doch nicht so richtig weiß, sondern dieser ganz besondere Farbzauber, wie eben nur Perlen ihn zeigen.
Perlen sind seit Jahrtausenden ein Symbol für Liebe, Glück und Wohlstand. Ihre zunächst ungeklärte Herkunft machte sie seit jeher geheimnisvoll und begehrenswert. Zahlreiche Sagen und Mythen rankten sich um die Entstehung der raren Schätze des Meeres.
Die Mutter der Perle ist die Auster. Werden diese sensiblen Lebewesen gestört, zum Beispiel durch ein anderes Tier, kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass die Auster eine Perle zu bilden beginnt. Nach der Entdeckung dieses Naturphänomens versuchte der Mensch, es durch absichtlich erzeugte Irritation der Muschel in Gang zu setzen. So gelang es vor ungefähr 100 Jahren zum ersten Mal, eine Perle zu züchten. Heute werden Perlen in äquatornahen Gebieten auf sogenannten Perlenfarmen kultiviert. Die Austern werden dabei in ihrem natürlichen Lebensraum, den küstennahen Gewässern, gehalten. Da die empfindlichen Tiere auf die kleinste Veränderung ihrer Umwelt reagieren, hat der Schutz ihres Lebensraums allerhöchste Priorität für jeden Perlenfarmer. Dadurch entstanden an vielen Orten kleine Naturreservate, die nicht nur der Perlenzucht, sondern auch dem Erhalt der Natur und der Artenvielfalt dienlich sind.
Die Farbe einer Perle wird bestimmt durch die Abstammung der Muschel. Aus Französisch-Polynesien stammen die silbergrauen bis schwarzen oder auch dunkelblauen und grünen Tahiti-Perlen. Südsee-Perlen, gezüchtet in Indonesien, Australien und auf den Philippinen, changieren von strahlend weißen über crème-farbenen bis zu intensiv goldenen Farbtönen. Durch die gezielte Isolierung oder Kreuzung verschiedener Austernarten versuchen Perlenzüchter immer wieder, Perlen in neuen Farbtönen zu züchten.
Ähnlich den 6 Cs beim Diamanten wurden auch bei Perlen Qualitätsmerkmale definiert, die für ihren Wert ausschlaggebend sind.
Farbe – Form – Größe – Glanz - Reinheit
Die Wahl der Farbe hängt vom Hautton der Trägerin ab. Den Wert einer Perle beeinflusst die Gleichmäßigkeit ihrer Farbe: Je gleichmäßiger die Farbe einer Perle, desto kostbarer.
Perlen werden eingeteilt in die Formen Rund, Tropfen, Birne, Barock und Fantasie. Am begehrtesten und somit auch teuersten sind perfekt runde Perlen. Jedoch finden auch barocke Formen immer mehr Liebhaber.
Die Größe einer Perle variiert je nach Art zwischen ca. 3 bis 18 mm. Wert und Seltenheit einer Perle steigen mit ihrer Größe.
Der Glanz, auch Lüster genannt, ist der wichtigste Faktor bei der Bewertung der Perle. Er hängt von der Beschichtung, der Qualität der Perlenoberfläche ab. Je höher der Lüster, desto stärker ist der irisierende Schimmer einer Perle.
Die Reinheit einer Perle wird anhand der vorhandenen natürlichen Wachstumsmerkmalen gemessen. Die Oberflächenbeschaffenheit einer Perle sollte möglichst glatt und fließend sein. Je kleiner die Zahl der natürlichen Wachstumsmerkmale, desto wertvoller die Perle.
Schon als Kind haben mich Perlen sehr fasziniert, habe ich sie doch oft mit dem Vollmond verglichen, wenn er besonders weiß vom Himmel strahlte. Heute verliebe ich mich immer mehr in die Mystik der tiefgrauen Tahitiperlen.
Mein persönlicher Südseetraum!